Sonnenschutz bewahrt Deine Haut nur vor Sonnenbrand und Hautalterung, wenn er UVA und UVB abdeckt, großzügig aufgetragen und regelmäßig nachgelegt wird.
Die meisten Fehler passieren nicht beim Kauf, sondern beim Auftragen. Dabei lohnt sich Sorgfalt: UV-Strahlung ist krebserregend, und einer Übersichtsarbeit zufolge gehen rund 80 Prozent der Hautalterung im Gesicht auf ihr Konto. Mit diesen fünf Tipps hält Dein Sonnenschutz, was der Lichtschutzfaktor verspricht.
1. Schützt Deine Sonnencreme auch vor UVA-Strahlen?
Warum: Der Lichtschutzfaktor (LSF) gibt nur an, wie gut ein Produkt vor Sonnenbrand schützt, und den löst vor allem UVB-Strahlung aus. UVA-Strahlung verursacht kaum Rötungen, Du bemerkst sie also nicht. Sie ist aber eine Ursache vorzeitiger Hautalterung und erreicht die Erde weitgehend ungehindert. Ein hoher LSF allein sagt deshalb nichts darüber, wie gut ein Produkt vor UVA schützt.
Was Du tun kannst: Achte auf der Verpackung auf den UVA-Schutz, er ist eigens gekennzeichnet. In der EU soll er mindestens ein Drittel des angegebenen Lichtschutzfaktors erreichen. Was UV-Licht in der Haut anrichtet, erklärt unser Beitrag Wie altert die Haut?
Unsere Empfehlung: Dynamic Skin Recovery SPF 50 ist eine Tagespflege mit Breitbandschutz gegen UVA und UVB. Peptide unterstützen zugleich Elastizität und Festigkeit der Haut. Geeignet für normale, trockene und Mischhaut.
2. Der beste Sonnenschutz ist der, den Du gern jeden Tag trägst
Warum: Ob chemische oder mineralische Filter: Beide schützen zuverlässig, wenn das Produkt UVA und UVB abdeckt, und wirken nur, wenn Du es täglich aufträgst.
Was Du tun kannst: Welcher Filtertyp zu Dir passt, liest Du hier.
Unsere Empfehlung: Suchst Du rein mineralischen Schutz, ist Invisible Physical Defense SPF30 mit Zinkoxid ohne Nanopartikel die passende Wahl, auch bei sensibler Haut.
3. Eine Bräune ist kein Sonnenschutz
Warum: Braun wird die Haut, weil sie auf bereits entstandene UV-Schäden reagiert: Sie bildet mehr Pigment und verdickt die Hornschicht. Dieser Eigenschutz ist gering. In einer Studie bot gebräunte Haut nur einen Schutzfaktor von etwa 2 gegen Sonnenbrand, weit entfernt von LSF 30. Schäden an der Erbsubstanz der Hautzellen sammelten sich dabei auch an, wenn die Haut gar nicht rot wurde.
Was Du tun kannst: Verzichte aufs Vorbräunen, auch im Solarium, und schütze gebräunte Haut genauso konsequent wie helle. Wie UV-Strahlung die Erbsubstanz angreift, erklärt DNA-Schäden und NAD⁺: Die unsichtbaren Treiber der Hautalterung.
Unsere Empfehlung: Wünschst Du Dir von der Bräune vor allem einen frischen Teint, verbindet BioLumin-C Heat Aging Protector SPF 50 hohen Lichtschutz mit Vitamin C, das den Hautton ausgleicht und für Glow sorgt. Sein ThermaRadiance-Komplex schützt zusätzlich sichtbar vor den Folgen der Hitze-Alterung.
4. Ab wann brauchst Du Sonnenschutz?
Warum: Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt Sonnenschutz ab einem UV-Index von 3. Leichte Bewölkung hält die Strahlung kaum ab und kann sie sogar verstärken, erst eine geschlossene, dicke Wolkendecke filtert bis zu 90 Prozent. Fensterglas blockt UVB weitgehend, UVA lässt es je nach Glasart aber teilweise durch.
Weil sich Lichtschäden über Jahre summieren, zahlt sich Regelmäßigkeit aus. In einer Studie mit 903 Erwachsenen zeigte die Haut derjenigen, die viereinhalb Jahre lang täglich Sonnenschutz auftrugen, keine messbare Zunahme der Hautalterung. Im Vergleich zur Gruppe, die nur nach eigenem Ermessen cremte, alterte ihre Haut um 24 Prozent weniger. Was sonst gegen Falten hilft, liest Du in Falten: Wie sie entstehen und was dagegen hilft.
Was Du tun kannst: Mach Sonnenschutz zum festen Schritt Deiner Morgenroutine, unabhängig vom Wetter. Den aktuellen UV-Index zeigen viele Wetter-Apps und das Bundesamt für Strahlenschutz. In den Bergen, im Schnee, am Wasser und in sonnenreichen Regionen rät das Bundesamt zu einem sehr hohen Lichtschutzfaktor von 50+. Wohin der Sonnenschutz in Deiner Routine gehört, zeigt Hautpflege, Schritt für Schritt.
Unsere Empfehlung: Für jeden Tag eignet sich Prisma Protect SPF30, das Feuchtigkeitspflege, Sonnenschutz und Primer in einem ist. Neigst Du zu Pigmentflecken, mindert PowerBright Moisturizer SPF50 vorhandene Flecken sichtbar und beugt neuen vor.
5. Wie viel Sonnencreme brauchst Du wirklich?
Warum: Der Lichtschutzfaktor wird mit 2 Milligramm pro Quadratzentimeter Haut ermittelt. Im Alltag tragen die meisten nur ein Fünftel bis die Hälfte davon auf. Der Schutz sinkt dann überproportional: Laut EU-Kommission kann die halbe Menge die Schutzwirkung um zwei Drittel verringern.
Was Du tun kannst:
- Großzügig und in zwei Schichten auftragen: In einer Studie kamen Testpersonen, die ihren Sonnenschutz zweimal hintereinander auftrugen, nahezu auf die Menge aus dem Labortest.
- Keine Stelle auslassen: Die Augenlider werden besonders oft vergessen. Denk auch an Ohren, Hals und Haaransatz.
- Rechtzeitig auftragen: Trage den Sonnenschutz auf, bevor Du in die Sonne gehst. Wie lange vorher, steht auf der Verpackung.
- Regelmäßig nachlegen: Draußen in der Sonne mindestens alle zwei Stunden sowie nach dem Baden und Abtrocknen. Nachcremen erhält den Schutz, verlängert ihn aber nicht.
- Den Körper nicht vergessen: Für einen Erwachsenen braucht es rund vier gehäufte Esslöffel.
Unsere Empfehlung: Zum Nachlegen unterwegs eignet sich der Golden Hour Hydrating SPF 30 Stick. Er ist für unterwegs gemacht und lässt sich auch über Make-up auftragen.
Sonnenschutz fürs Gesicht: passend zu Deinem Hauttyp
- Normale, trockene und Mischhaut: Dynamic Skin Recovery SPF 50
- Empfindliche Haut: Invisible Physical Defense SPF30
- Ölige, zu Unreinheiten neigende Haut: Clearing Defense SPF30 mit mattem Finish
- Fahle, trockene Haut: BioLumin-C Heat Aging Protector SPF 50
- Pigmentflecken: PowerBright Moisturizer SPF50
- Reife Haut, als Make-up-Basis: SkinPerfect Primer SPF30 mit mineralischem Lichtschutz
Alle Produkte findest Du unter Gesichtspflege mit Lichtschutzfaktor. Welche Pflege Deine Haut gerade braucht, zeigt Dir unsere kostenlose Hautanalyse Face Mapping. Und was Deine Haut im Sommer außer Sonnenschutz braucht, liest Du in Hautpflege im Sommer: Mehr als nur Sonnenschutz.
Questions fréquentes
Wie viel Sonnencreme brauche ich fürs Gesicht?
Wann trage ich Sonnenschutz auf, vor oder nach der Tagespflege?
LSF 30 oder LSF 50: Welcher Lichtschutzfaktor ist der richtige?
Reicht eine Tagescreme oder ein Make-up mit LSF als Sonnenschutz?
Ist es gesund, jeden Tag Sonnencreme zu tragen?
Bekomme ich trotz Sonnencreme genug Vitamin D?
Brauche ich im Auto oder hinter dem Fenster Sonnenschutz?
Verlängert Nachcremen die Schutzzeit?
Quellen
- Bundesamt für Strahlenschutz: UV-Schutz durch Sonnencreme. Stand 04.08.2026
- Bundesamt für Strahlenschutz: Was ist UV-Strahlung? Stand 04.08.2026
- Bundesamt für Strahlenschutz: Akute gesundheitliche Wirkungen
- Europäische Kommission: Empfehlung 2006/647/EG über die Wirksamkeit von Sonnenschutzmitteln
- Europäisches Parlament und Rat: Verordnung (EG) Nr. 1223/2009 über kosmetische Mittel, Artikel 14 und Anhang VI
- World Health Organization: Ultraviolet radiation. Fact Sheet, 21.06.2022
- Papakonstantinou E, Roth M, Karakiulakis G: Hyaluronic acid: A key molecule in skin aging. Dermato-Endocrinology, 2012; 4(3): 253–258. doi.org/10.4161/derm.21923
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